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Göppingen: FRISCH AUF! verliert gegen den VfL Gummersbach 25:33

Redaktion Stuttgart im Blick

Rathaus Göppingen 2019
Symbolbild: Göppingen · Foto: Don-kun, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Göppingen – Vor 4600 Zuschauern hat FRISCH AUF! Göppingen gegen den VfL Gummersbach mit 25:33 (12:15) verloren. Das teilte der Verein mit. Die Gastgeber mussten auf Oskar Neudeck verzichten, der wegen einer Zerrung ausfiel.

Erik Persson brachte Göppingen mit 1:0 in Führung, doch die Gäste drehten die Partie bis zum 1:3 mit drei Treffern in Folge. Marcel Schiller, Erik Persson und Franko Lastro glichen schnell aus. Schiller verwandelte vom Strich sicher zum 5:4. Danach hatte Gummersbach wieder das Heft in der Hand und ging mit einem stark aufgelegten Torwart Bertram Obling mit 6:9 in Front, nachdem Miro Schluroff und Ludvig Hallbäck getroffen hatten.

Trainer Ben Matschke nahm eine Auszeit, danach lief es besser. Göppingen spielte erstmals mit zwei Linkshändern im vierköpfigen Rückraum. Lastro stellte in der 23. Minute auf 10:11. Torwart Julian Buchele parierte einen freien Wurf des Kreisläufers, doch vorne blieb die Ausgleichschance ungenutzt. Gummersbach zog durch Schluroff und Alex Dujshebaev auf 11:15 davon, Elias Newel gelang noch das 12:15 zur Pause.

Nach dem Wechsel hielt Göppingen den Rückstand durch Tore von Persson und Martin Hanne bis zum 14:17 konstant. In der 43. Minute stand es 16:23, weil den Grün-Weißen zu viele technische Fehler unterliefen. Der kaum eingespielte Innenblock bekam Kreisläufer Kristjan Horzen nicht in den Griff. Oskar Sunnefeldt und Schiller per Strafwurf unterbrachen den Lauf der Gäste. Newel, Persson und Max Beneke verkürzten mit drei Treffern in Folge auf 22:26. Kurz darauf hieß es 22:29. Schluroff sorgte für einfache Tore und sehenswerte Kreisanspiele, Rechtsaußen Mathis Häseler traf regelmäßig. Newel erzielte das 24:30. In der Endphase spielte Gummersbach mit der 7:6-Überzahltaktik, gegen die die neu zusammengestellte Göppinger Abwehr nicht gewappnet war. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 25:33.

Gummersbachs Trainer Gudjon Valur Sigurdsson sagte: „Ich bin mehr als überglücklich.“ Matschke erklärte: „Wir haben heute mit viel Emotion in der Abwehr gespielt.“ Der VfL-Keeper Obling kam laut Matschke auf 16 Paraden. Die Nationalmannschafts-Pause wolle man nutzen, man glaube, dass es dann wieder besser werde.

Das Wesentliche

  • Ergebnis: FRISCH AUF! – VfL Gummersbach 25:33 (12:15)
  • Zuschauer: 4600
  • Schiedsrichter: R. und S.Thiyagarajah
  • Strafen: 1/3
  • Beste Werfer Göppingen: Persson 6, Schiller 4/3, Lastro 4
  • Beste Werfer Gummersbach: Dujshebaev 6/2, Schluroff 6, Horzen 6

Kontext

Eine Auszeit, im Handball Team-Time-out genannt, dauert eine Minute. Eine Mannschaft kann sie nur nehmen, wenn sie in Ballbesitz ist.

Seit der Saison 2012/2013 kann laut Wikipedia jede Mannschaft insgesamt drei Mal ein Team-Timeout nehmen. Pro Halbzeit dürfen die Teams höchstens zwei Auszeiten beantragen, wobei jeder Mannschaft in der Schlussphase der Begegnung, also während der letzten fünf Minuten, lediglich eine einzige Unterbrechung dieser Art bleibt.

Zum Rückraum zählen laut Wikipedia in der Regel drei Spieler: je einen auf den Positionen Rückraum links, Rückraum mitte und Rückraum rechts. Auf Rückraum rechts werden bei allen Spitzenmannschaften in der Regel Linkshänder eingesetzt, weil die Ballführung mit der linken Hand dort einen günstigeren Wurfwinkel zum Tor bietet.

Anmerkung

Die Zahl der technischen Fehler und der nicht eingespielte Innenblock erklären nach der Mitteilung viel von dieser Niederlage. Interessant bleibt der Versuch mit Linkshändern im Rückraum, der nach der Auszeit zunächst Wirkung zeigte. Ob er trägt, lässt sich nach einem Spiel nicht sagen. Die Pause kommt für Göppingen zur rechten Zeit.

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