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Göppingen erinnert am 9. November an die Pogromnacht 1938

Redaktion Stuttgart im Blick

Das Rommental mit Blick in Richtung Hohenstaufen
Symbolbild: Göppingen · Foto: Sebastian Hösl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Göppingen – In Göppingen findet am Montag, 9. November, ein Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 statt. Das teilte die Stadt Göppingen mit. Zu der Veranstaltung laden die Initiative Stolpersteine Göppingen, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, die Stadt sowie die Uhlandrealschule ein. Gemeinsam sind sie auch die Veranstalter.

Der Abend beginnt um 18 Uhr mit einem Gedenkgottesdienst samt Friedensgebet in der Friedenskirche. Danach ziehen die Teilnehmenden gemeinsam zum Synagogenplatz. Dort startet um 19 Uhr die Gedenkfeier. Sie erinnert an die Verbrechen des Holocaust und ruft zu einem friedlichen Zusammenleben aller Menschen auf. Das Motto lautet: „Nie wieder ist jetzt!“

Zu Wort kommen Baubürgermeisterin Eva Noller und Klaus Maier-Rubner, der die Stolperstein-Initiative vertritt. Jugendliche der Uhland-Realschule beteiligen sich mit Beiträgen. Das Duo Barrique gestaltet den Abend musikalisch.

Kontext

Am 9. November jährt sich die Pogromnacht zum 88. Mal. In der Pogromnacht 1938 steckten organisierte NS-Trupps in Deutschland mehr als 1400 jüdische Gotteshäuser in Brand. Sie schändeten Friedhöfe und verwüsteten jüdische Geschäfte und Wohnungen. Auch in Göppingen brannte die Synagoge. Die Gedenkfeier gilt den Opfern dieser Nacht. Sie erinnert zudem daran, wie die Nationalsozialisten Jüdinnen und Juden systematisch entrechteten, verfolgten und ermordeten.

Das Wesentliche

  • Termin: Montag, 9. November
  • 18 Uhr: Gedenkgottesdienst und Friedensgebet in der Friedenskirche (Friedrichstraße 27)
  • Im Anschluss zieht man gemeinsam im Gedenkzug zum Synagogenplatz in der Freihofstraße
  • 19 Uhr: Gedenkfeier am Synagogenplatz

Anmerkung

Dass Kirchen, Stadt, Schule und Stolperstein-Initiative gemeinsam einladen, zeigt, wie breit das Gedenken in Göppingen getragen wird. Die Mitteilung nennt Redebeiträge aus Politik, Stolperstein-Initiative und Schule, so kommen verschiedene Perspektiven auf das Gedenken zusammen.

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