Waiblingen – In Alfdorf, Kaisersbach, Gschwend, Spraitbach und Durlangen gibt es ab sofort eine kostenlose Gesundheitsberatung. Zwei Gesundheitsberaterinnen der kommunal-ärztlichen Genossenschaft MEDWALD bieten dort psychosoziale Beratung an. Das teilte das Landratsamt Rems-Murr-Kreis mit. Grundlage ist das gemeinsame Förderprojekt „Gesund vernetzt – Gesundheitskompetenz kreisübergreifend stärken“ der Landkreise Rems-Murr und Ostalb.
Die Landkreise wollen damit erreichen, dass die Menschen besser mit Gesundheitsthemen umgehen können, leichter passende Hilfen finden und regionale Akteure enger zusammenarbeiten. Die beiden Beraterinnen sind Manuela Köhler, Präventologin sowie Sport- und Gymnastiklehrerin, und Nagihan Saçıak, Gesundheits- und Krankenpflegerin und Pflegeberaterin. Sie unterstützen Ratsuchende bei Gesundheits- und Sozialthemen und zeigen Wege durch das Gesundheitssystem auf.
Behandelt werden unter anderem Stressbewältigung, der Umgang mit Einsamkeit, Sturzprävention sowie Ernährung und Bewegung. Bei Bedarf vermitteln die Beraterinnen an Fachstellen und Einrichtungen und begleiten Ratsuchende bei der Suche nach Hilfsangeboten. Ratsuchende brauchen weder eine ärztliche Überweisung noch müssen sie umständliche Anträge stellen.
Möglich sind Gespräche in den Rathäusern der beteiligten Gemeinden, bei den Ratsuchenden daheim oder am Telefon. Im Alten Rathaus Alfdorf-Pfahlbronn wurden außerdem Büro- und Beratungsräume eingerichtet. Um das Angebot bekannt zu machen, stellen die Beraterinnen das Projekt derzeit bei verschiedenen Veranstaltungen in der Projektregion vor. So soll das Netzwerk in der Region wachsen und das Angebot viele Menschen erreichen.
Ergänzend entsteht ein digitales Informationstool namens „OKAPI“. Es bündelt Gesundheits- und Sozialangebote aus beiden Landkreisen und macht sie übersichtlich zugänglich. Nach Angaben der Mitteilung arbeitet es datenschutzkonform und bietet ausschließlich seriöse Websites an. Es soll Fachkräften und der Bevölkerung helfen, passende Anlaufstellen zu finden. Für alle Menschen in beiden Landkreisen soll das Tool 2028 freigeschaltet werden.
Laufzeit des Projekts ist der Zeitraum vom 01.04.2026 bis zum 31.12.2028. Gefördert wird es vom baden-württembergischen Sozial- und Gesundheitsministerium, und zwar aus Mitteln des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst.
Das Wesentliche
- Manuela Köhler ist per E-Mail unter [email protected] sowie telefonisch unter +49 (15 56) 7 87 87 11 zu erreichen.
- Nagihan Saciak ist per E-Mail unter [email protected] sowie telefonisch unter +49 (15 56) 7 87 86 88 zu erreichen.
- Beratung: kostenlos, in den Rathäusern, zuhause oder telefonisch
- Büro und Beratungsräume: Altes Rathaus Alfdorf-Pfahlbronn
- Projektlaufzeit: 01.04.2026 bis 31.12.2028
- OKAPI: Start für alle 2028 geplant
Anmerkung
Dass keine Überweisung und kein Antrag nötig sind, senkt die Hürde für Menschen, die nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Offen bleibt, wie die Beratung zeitlich organisiert ist, denn Sprechzeiten nennt die Mitteilung nicht. Wer Fragen hat, erreicht die Beraterinnen am einfachsten per Telefon oder E-Mail.
