Sindelfingen – Wer in Böblingen oder Sindelfingen Energie sparen, eine Photovoltaikanlage planen oder die Heizung erneuern will, findet im November weitere kostenfreie Angebote. Die Stadt Sindelfingen teilte mit, dass die Energie- und Wärmewendewochen 2026 nach dem Auftakt im Oktober in die nächste Phase gehen. Die beiden Städte veranstalten die Reihe erstmals gemeinsam, sie läuft von 5. Oktober bis 26. November. Nach Angaben der Stadt haben bereits zahlreiche Interessierte die Termine im Oktober besucht.
Die Veranstaltungen richten sich an Hauseigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter, Mieter und alle anderen Interessierten. Der Wohnort in Sindelfingen oder Böblingen spielt keine Rolle. Die Städte möchten den Bürgern Orientierung bieten und konkrete, klimafreundliche und zugleich wirtschaftliche Lösungen aus der Praxis vorstellen.
Tag des offenen Heizungskellers am 21. November
Am bundesweiten Tag des offenen Heizungskellers am 21. November 2026 öffnen Hausbesitzer ihre Türen. Sie zeigen ihre erneuerbaren Heizsysteme, vor allem Wärmepumpen, aber auch Photovoltaikanlagen oder Solarthermie. Besucher erfahren direkt von den Eigentümern, wie Planung, Kosten und Betrieb aussehen und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Ein teilnehmender Hauseigentümer aus Böblingen, der sein Haus seit etwa einem Jahr mit einer Wärmepumpe heizt, sagte: „Der direkte Einblick in echte Häuser und persönliche Gespräche schafft Vertrauen und hilft dabei, Unsicherheiten abzubauen“. Heizungskeller in der Nähe lassen sich über www.offenerheizungskeller.de/#karte finden.
Die Veranstaltungen im November
Am 4. November geht es in Sindelfingen um Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher: technische Voraussetzungen, Kosten, Wirtschaftlichkeit und Amortisationszeiten. Am 5. November folgt ein Online-Webinar zu Balkonkraftwerken in Miet- und Wohnungseigentumsobjekten, es behandelt rechtliche Rahmenbedingungen, technische Anforderungen und organisatorische Fragen.
Ab 9. November bieten die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Kreis Böblingen Vor-Ort-Beratungen nach Vereinbarung an. Energieexperten analysieren dabei die Situation des Gebäudes und geben Handlungsempfehlungen. Die Städte tragen die Kosten, allerdings nur für eine begrenzte Zahl von Beratungen. Wegen dieser Begrenzung empfehlen sie eine frühzeitige Anmeldung.
Am 17. November gibt es im Fleischermuseum Böblingen praktische Tipps zum Energiesparen und zu kleinen Projekten, mit denen sich Strom- und Heizkosten senken lassen. Den Abschluss bildet am 26. November die Veranstaltung „Sanieren im Denkmal“ in Sindelfingen. Anhand von Praxisbeispielen zeigt sie, wie sich Klimaschutz und Denkmalschutz miteinander verbinden lassen.
Die Reihe findet in Kooperation mit der Energieagentur Kreis Böblingen statt und ist Teil der Wärmewochen Baden-Württemberg. Die Umsetzung wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.
Das Wesentliche
- 4. November, 18.00 bis 19.30 Uhr, im Foyer des Rathauses Sindelfingen: Photovoltaik-Anlagen lohnen sich!
- 5. November, 16.00 bis 17.30 Uhr, online: Webinar zu rechtssicheren Balkonkraftwerken für Vermieter, WEGs und Hausverwaltungen
- Ab 9. November nach Vereinbarung: Energieberatung der Verbraucherzentrale bei Ihnen zu Hause, frühzeitige Anmeldung empfohlen
- 17. November, 18.00 bis 19.30 Uhr, im Fleischermuseum Böblingen: Energiesparen & Reparieren
- 21. November, vor Ort in Heizungskellern: Tag des offenen Heizungskellers
- 26. November, 18.00 bis 19.30 Uhr, im Foyer des Rathauses Sindelfingen: Sanieren im Denkmal
- Programm und Anmeldung: www.boeblingen.de/eww und www.sindelfingen.de/eww
Kontext
Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg können Menschen, die ihre Heizung austauschen wollen, je nach Voraussetzungen staatliche Zuschüsse und günstige Kredite erhalten. Bei der Beratung klären Interessierte, auf welche Programme sie zurückgreifen können, welche Vorhaben unterstützt werden und worauf sie beim Antrag achten müssen.
Die KfW fördert laut ihrem Merkblatt den Einbau effizienter Wärmeerzeuger sowie den Anschluss an ein Gebäudenetz oder Wärmenetz. Zu den förderfähigen Techniken zählen elektrisch angetriebene Wärmepumpen. Voraussetzung ist ein bestehendes Wohngebäude, dessen Bauantrag oder Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Gebrauchte Anlagen werden nicht gefördert. Einkommensschwache selbstnutzende Eigentümer können zusätzlich einen Einkommensbonus erhalten. Einen Anspruch auf die Förderung gibt es laut KfW nicht.
Die Beratung der Verbraucherzentrale ist telefonisch, per Mail oder in einer Beratungsstelle kostenlos. Die Beratung bei Ihnen zu Hause kostet 40 Euro (inkl. MwSt.), für einkommensschwache Haushalte ist sie kostenlos. Die kostenlose Hotline erreichen Interessierte unter 0800 809802-400.
Anmerkung
Das Programm verbindet Vorträge mit Besuchen bei Menschen, die den Heizungstausch schon hinter sich haben. Gerade solche Gespräche beantworten Fragen, die in Broschüren offen bleiben. Wer eine kostenfreie Vor-Ort-Beratung will, sollte sich früh melden, denn die Zahl ist begrenzt. Zur Zahl der Plätze nennt die Mitteilung nichts.
