Sersheim – Ein Senior ist in Sersheim Opfer eines Betrügers geworden und hat mehrere Hundert Euro verloren. Das teilte das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 29.10.2026, gegen 10:30 Uhr. Der Mann war zu Fuß in Sersheim unterwegs, als ihn ein bislang unbekannter Mann aus einem schwarzen Volkswagen-SUV heraus ansprach.
Der Unbekannte täuschte eine persönliche Beziehung zu dem Senior vor und gab sich als Uhrenverkäufer aus. Fünf Herrenarmbanduhren überließ er dem Mann als Geschenk. Diese stellten sich später als minderwertig heraus.
Danach spielte der Mann dem Senior eine familiäre Notlage vor. So erreichte er, dass der Senior einen Betrag von mehreren Hundert Euro herausgab, vorgeblich für die Tochter, die auf einen Rollstuhl angewiesen sei. Anschließend fuhr der Senior gemeinsam mit dem Unbekannten zu einer Bankfiliale in Sersheim und übergab ihm dort das Geld.
Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Sie sollen sich beim Polizeiposten Sachsenheim melden.
Das Wesentliche
- Die Tat ereignete sich am Donnerstag, 29.10.2026, gegen 10:30 Uhr.
- Tatort: Sersheim
- Hinweise an den Polizeiposten Sachsenheim: Tel. 07147 27406-0
- Alternativ ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail möglich: [email protected]
Kontext
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnte in einer Mitteilung vor einer anderen Betrugsvariante, bei der Kriminelle über WhatsApp auftreten. Dabei geben sich die Absender als nahe Angehörige aus. Dort heißt es, wegen einer angeblichen Notlage werde dann eine Geldforderung gestellt.
Bei einer Nachricht von einer vermeintlich bekannten Person mit unbekannter Nummer rät das LKA zur Rückfrage: Man solle die Person unter der bisher bekannten Rufnummer anrufen.
Wer glaubt, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, soll laut LKA jeden Kontakt zur anderen Person abbrechen. Außerdem sollen sich Betroffene an die örtlich zuständige Polizeidienststelle wenden, auch wenn kein Schaden entstanden ist.
Anmerkung
Der Fall zeigt, wie schnell Vertrauen entsteht, wenn jemand Geschenke macht und eine Notlage schildert. Wer so angesprochen wird, sollte nichts annehmen und kein Geld übergeben. Ältere Angehörige und Nachbarn lassen sich am besten vorab auf solche Situationen ansprechen. Offen bleibt, ob es weitere Betroffene gibt.
